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Serielle Schnittstelle RS232
Die Serielle Schnittstelle dient dem Datenaustausch zwischen Computern und Peripheriegeräten. Bei einer seriellen Datenübertragung werden die Bits nacheinander (seriell) über eine Leitung übertragen. Wenn ohne nähere Kennzeichnung von einer "seriellen Schnittstelle" gesprochen wird, ist damit fast immer die inzwischen veraltete CCITT-V.24 bzw. EIA-RS-232-Schnittstelle gemeint. Die Bedeutung und Anordnung der Bits wird bei der RS-232 mit einem sog. UART (Motorola-Bezeichnung) oder USART (Intel, Zilog u. a.) vorgegeben. Moderne, serielle Schnittstellen sind Ethernet, USB, Firewire, CAN-Bus oder RS-485, allerdings werden diese landläufig nicht als serielle Schnittstellen bezeichnet.
RS-232 entstand ursprünglich als Schnittstelle für Datenübertragung zu Modems, die zu übertragende Nachrichten auf Telefonleitungen umsetzten. Größte Popularität erlangte diese Schnittstelle dann Mitte der 1980er Jahre zur Vernetzung von Terminals (z. B. VT100) mit Host-Rechnern, insbesondere der Firma DEC.
Da in den 1980er Jahren einzig Telefonleitungen zur Fernübertragung von Daten (z. B. mit BTX) zur Verfügung standen, deren Übertragungsrate auf wenige Kilobit pro Sekunde begrenzt war (obere Grenzfrequenz um 3500 Hertz), wurde die RS-232 entsprechend zugeschnitten. Einstellbare Datenraten lagen zwischen 110 und 19200 Bit pro Sekunde. Erst mit der Nutzung als Terminalschnittstelle wuchs das Bedürfnis nach höheren Datenraten, heute werden im allgemeinen 115 Kilobit pro Sekunde (kb/s) angegeben.
Während die ursprüngliche Schnittstellendefinition 25-polige Stecker bzw. Buchsen vorsah (wegen der vielen Modem-Steuersignale), wurde in den 1980er Jahren (vor allem beim PC) die serielle Schnittstelle 9-polig realisiert.
Für die Übertragung hoher Datenraten auf kurze Entfernung hingegen setzte sich die sog. parallele Schnittstelle (Centronics, ECP, EPP) durch, bevor serielle und parallele Schnittstelle durch Ethernet und USB abgelöst wurden.
Parallele Schnittstelle EPP
Die Parallele Schnittstelle bezeichnet einen digitalen Eingang oder Ausgang eines Computers oder eines Peripheriegerätes. Bei der Datenübertragungüber eine parallele Schnittstelle werden mehrere Bitsparallel übertragen, im Gegensatz zur seriellen Schnittstelle, bei der die Bits nacheinander übertragen werden.
In Bezug auf Peripheriegeräte ist mit "parallele Schnittstelle" heutzutage meist ein Anschluss nach IEEE 1284 gemeint, welcher nach seiner Verwendung auch als Druckerschnittstelle bzw. Druckerport (engl. line printing terminal, kurz LPT), bezeichnet wird; meist wurde dem noch die Anschlussnummer angehängt, also zum Beispiel LPT1 oder LPT2. Die LPT-Schnittstelle verfügt über 25 Pins. Vor der Formulierung der IEEE 1284 war nur unidirektionale Kommunikation mit Geräten möglich (Centronics-Schnittstelle), was die Anwendung auf Drucker beschränkte oder spezielle Treiber für einzelne Anwendungen wie z. B. Scanner erforderte. Die erreichbare Datenrate liegt bei 2 MB/s pro Richtung, bei Verwendung mindestens des EPP-Modus.
Mit der Entwicklung und guten Verfügbarkeit von Geräten für den USB ab etwa 2002 sowie FireWire werden parallele Schnittstellen praktisch nur noch für ältere Peripheriegeräte bzw. von älteren Rechnern verwendet und somit als veraltete Schnittstelle, engl. legacy port, geführt.
Quelle: Wikipedia


